Bittere Durststrecke

Deutschland-Achter verpasst WM-Medaille

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Der deutsche Achter geht bei der WM leer aus. (Foto: IMAGO/ANP)
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30.08.2026 | 14:17 Uhr
Der Deutschland-Achter ist einst das Flaggschiff des deutschen Ruderns. Doch die goldenen Zeiten sind vorbei: Das ewige Warten auf eine WM-Medaille geht immer weiter.

Die Durststrecke geht weiter: Der Deutschland-Achter hat bei der Ruder-WM eine Medaille verpasst. Das einstige Flaggschiff des Deutschen Ruderverbands (DRV) kam im Finale auf der Bosbaan in Amsterdam nur auf den undankbaren vierten Rang und muss weiter auf das erste WM-Edelmetall seit 2019 warten.

Die Niederlande verteidigten auf ihrer Heim-Regatta in Weltbestzeit erfolgreich den Titel, in einem spannenden Finish lag der Gastgeber nach 5:17,75 Minuten lediglich sechs Hundertstel vor Olympiasieger Großbritannien. Bronze ging an Australien (5:18,28).

Das deutsche Großboot mit Steuermann Jonas Wiesen, Frederik Breuer, Paul Klapperich, Julius Christ, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Theis Hagemeister und Sönke Kruse kam mit einer Bootslänge Rückstand auf das Podest ins Ziel (5:20,71). Nach 300 Metern lag der Deutschland-Achter auf der äußeren Bahn sogar in Führung, konnte das Tempo der vorderen Drei aber im Anschluss nicht mitgehen.

Bei der WM im Vorjahr hatte Deutschland noch komplett enttäuscht und das Finale verpasst, die EM-Silbermedaille hatte im Vorfeld die Hoffnungen des einst so erfolgsverwöhnten Achters auf eine WM-Medaille befeuert. In Varese waren Anfang August die Niederlande und Großbritannien jedoch nicht am Start. Langfristiges Ziel sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Der Frauen-Achter kam im B-Finale auf Platz drei ins Ziel und belegte damit den neunten Gesamtrang.

Medaillenregen im Kajak

Jacob Schopf und Max Lemke haben derweil im Kajak-Zweier Gold geholt und damit ihre Titelsammlung vervollständigt. Die Olympiasieger von 2024 und zweimaligen Europameister wurden ihrer Favoritenrolle im polnischen Posen gerecht und siegten über die 500 m in 1:27,57 Minuten deutlich vor Portugal und Tschechien. Für beide war es nach Gold im K4 der zweite Triumph bei diesen Titelkämpfen.

Der K2 der Frauen mit Paulina Paszek und Pauline Jagsch holte kurz danach Bronze. Jagsch paddelte zu ihrer persönlich dritten Medaille und verpasste den kompletten Medaillensatz bei der Kajak-WM nur knapp. Nach Gold im K1 und Bronze im K4 lag sie im Duo mit Paszek nur eine Hundertstelsekunde hinter den zweitplatzierten Chinesinnen. Gold ging überlegen an Australien. 

Bereits am Freitag hatten neben dem Kajak-Vierer der Männer Carlotta Loske und Maike Jakob im Canadier-Zweier sensationell Gold geholt. Nach der enttäuschenden WM 2025 mit lediglich zwei Bronzemedaillen in den olympischen Bootsklassen meldete sich der Deutsche Kanuverband (DKV) auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles damit eindrucksvoll zurück. 

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid